Wie alles mal anfing….

Am Anfang war die Erde noch heiß, dann kamen die Dinosaurier und dann kam schon bald der Sommer 1998, als sich ein Trupp von damals noch jungen Kerlen um die 20 auf den Weg zum ersten Oldtimertreffen mit eigenem Fahrzeug machten. 

Die Begeisterung war groß und man überlegte sich, einem Oldtimerverein beizutreten.

Nach einiger Diskussion stand dann aber fest: Ein eigener Verein muss her! Gesagt - getan. Nach einer Ausschreibung im Gemeinde-Käseblatt war dann am 18.09.1998 die Gründungsversammlung, auf der sich bereits um die 30 Mitglieder eingetragen haben und ein Vorstand mit "Oldtimer-Erfahrung" gefunden wurde.

An Pfingsten 1999 wurde die Gründung offiziell und standesgemäß im Bierzelt gefeiert. Es war DIESES Pfingsten, an dem es geregnet hat. Außer Regen war dann nur noch Regen, Regen, Matsch und Schlamm. Aber schön war´s (im Nachhinein!) trotzdem.


Das erste eigene Oldtimertreffen wurde 2001 um die Gemeindehalle in Kutzenhausen organisiert und war ein voller Erfolg. 2004 fand dann unser 2.Treffen statt. Dieses Mal am Zirkuszelt zu Buch. 


Zum 10jährigen Bestehen 2008 wurde dann ein anderes Konzept gewählt: weg von der grünen Wiese und ab in den Ortskern von Buch. Dort wurden die Fahrzeuge in den Höfen ausgestellt und das Ambiente war bis dato unübertroffen. Der Andrang an Ausstellern war riesig und das Dorf ist fast aus allen Nähten geplatzt. Aber: sehr gelungene Veranstaltung!


Unser Antrieb...

 

Grundsatz ist für uns der Erhalt von alten Gerätschaften, Maschinen und Fahrzeugen aller Art. Dazu gehört nicht nur das rein physische Bewahren dieser Dinge sondern auch das Wissen über deren Bedienung. Die Leute um die 60 können sich noch an die Gerätschaften in Aktion in ihrer Kindheit erinnern, aber die sie noch selbst bedient haben  werden Jahr für Jahr weniger.  Wir wollen möglichst viel von diesem Wissen sammeln und weitergeben…damit auch in Zukunft einer den Bindemäher bedienen kann, die richtige Drehzahl am entsprechenden Klang vom Dreschwagen erkennt oder der „Roidelstegga“ für den „Wiesbaum“ kein Fremdwort aus einem Land vor unserer Zeit wird. 


Wie´s weitergeht...

 

Im Rückblick auf die letzen Jahre ist jedoch eine Entwicklung festzustellen, die so eigentlich nicht dem ursprünglichen Gedanken eines Oldtimervereines entspricht. 

Es fanden inflationär Oldtimertreffen statt, die oft durch reine Masse glänzten und bei jeder Supermarkteinweihung wurden Oldtimer als nettes Beiwerk mit eingebaut. Irgendwann hat sich das Publikum sattgesehen und es wird schwierig, ein anständiges Oldtimertreffen - das wirtschaftlich tragbar ist - auf die Füße zu stellen.

Die Teilnehmerzahl wird immer größer, aber die Qualität der Fahrzeuge nicht unbedingt immer in gleichem Maß. Hier entgegen zu wirken und wieder einen Unterschied zwischen "Oldtimer" und "einfach nur altem Fahrzeug" zu machen ist schwierig und stellt jeden Veranstalter vor eine Herausforderung. 

 

Ein Goggo mit Rostloch und originaler Patina ist ein tolles Ausstellungsstück, genauso wie ein top restaurierter D4006 Bj 1976…..aber der Alltags-Deutz D40, verbeult, vergammelt, verrostet und frisch vom Mistbreiter abgehängt…wer will so was auf einem Oldtimertreffen sehen?

Hier scheiden sich die Geister und wohin die Reise unserer Szene gehen wird, kann man nicht beurteilen. 

Steigert sich die Masse immer mehr oder selektieren sich solche Veranstaltungen selbst aus - wer weiß…